Zu Gast in einem historischen Steinhauerhaus

Die Baumberge sind nicht nur landschaftlich schön, sondern sie bergen auch einen Schatz, der seit über tausend Jahren abgebaut und sowohl als Baumaterial als auch als Werkstein für Steinmetze und Bildhauer diente und bis heute dient: Baumberger Sandstein oder auch „Marmor des Münsterlandes“. Der warm-gelbe Stein fand Verwendung in weiten Teilen Mittel- und Westeuropas, doch sind auch in der Nähe der Steinbrüche nennenswerte Bauwerke entstanden.

Davon konnten sich die Besucher des jüngsten vom Förderverein Baumberger-Sandstein-Museum veranstalteten Sandsteintreffs im Museumscafé überzeugen.




Ulla Homfeld führte sie mit Bildern von Gerburg Wessels durch das über 150 Jahre alte Haus des früheren Steinbruchbesitzers Wieskamp, das sich seit den dreißiger Jahren im Besitz der Familie Bexten befindet.




Der heutige Eigentümer, Antonius Bexten, der den beiden Besucherinnen gerne Tor und Tür geöffnet und in anschaulicher Weise von seinem Haus berichtet hatte, war selbst unter den Gästen und ergänzte den Vortrag Homfelds durch eigene Erlebnisse.

Nach dem Blick auf das Äußere des mächtigen Sandsteinhauses und seine Nebengebäude, zu denen auch ein altes Pumpenhaus mit einem 80 m tiefen Brunnen gehört,




zeigten die weiteren Bilder den Dachboden und den Kellerbereich, wo zahlreiche Einrichtungsgegenstände Zeugnis gaben vom Leben vor und nach der Wende zum 20. Jahrhundert.








Ein besonderer Hinweis galt der Treppe zum Obergeschoss, die aus der abgebrannten Nottulner Strumpffabrik Rhode stammt.




In ihrem weiteren Vortrag widmete sich die Referentin der Familie des Erbauers, des Steinbruchbesitzers Wieskamp, die durch Heirat verbunden war mit der ebenfalls bekannten Steinbruchbesitzerfamilie Reiberg. Ende des 19. Jahrhunderts waren beide Unternehmen beteiligt am Bau des Billerbecker Doms und nach dem 2. Weltkrieg am Wiederaufbau des Domes zu Münster.









Die vielen Fragen am Ende des Vortrags, die sich sowohl an die Referentin und den heutigen Hausbesitzer Antonius Bexten als auch an die ebenfalls anwesende Frau Wilimzig-Reiberg richteten, zeigten das große Interesse, das der Vortrag bei den zahlreichen Zuhörern geweckt hatte.




Fotos: Gerburg Wessels, Klaus Höhn


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