Bückeburg - auf den Spuren von Hermann Löns

Die letzte Exkursion des Fördervereins Baumberger-Sandstein-Museum im laufenden Jahr führte zahlreiche Mitglieder und Freunde des Vereins am vergangenen Dienstag nach Bückeburg, der früheren Residenzstadt des Fürstentums Schaumburg-Lippe.

Bückeburg


Nach dem Eintreffen in Bückeburg begaben sich die Teilnehmer der Fahrt zum Vorhof des Schlosses, wo ihnen die Stadtführerin, Frau Sigrid Kleist, zunächst einen Überblick über die Geschichte der Stadt gab.

Bückeburg


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Eine kleine Burganlage, um die herum sich einige Bauern angesiedelt hatten, machte Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg 1607 zu seiner Residenz und schuf damit den Anstoß zum Ausbau der Stadt. Zum anschließenden Stadtrundgang verließen die Gäste den Bereich des Schlosses und kamen durch das historische Schlosstor zum Marktplatz.

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Hier bilden das am Anfang des 17. Jahrhunderts entstandene Rentamt und das aus den beginnenden 20. Jahrhunderts im historisierenden Stil stammende Rathaus einen interessanten Kontrast.

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Vorbei an einem alten Burgmannenhof, der heute Teil des Hubschraubermuseums ist, und am Amtssitz des Kanzlers des Bückeburger Grafen, heutiges Heimatmuseum, führte der Weg weiter zur der im Stil der Weser-Renaissance errichteten evangelischen Stadtkirche.

Bückeburg

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Die Kirche, an der Johann Gottfried Herder als Prediger wirkte, überraschte die Besucher durch ihre reichhaltige Ausschmückung.

Zum Mittagessen versammelten sich die Besucher im Restaurant „Zur Falle“, in dem Hermann Löns viel Zeit seiner Bückeburger Jahre verbrachte. Löns’ bissige Satire über den Kleinstaat Schaumburg Lippe und seine Hauptstadt, aus der Dr. Gerd Crößmann, der die Fahrt vorbereitet hatte, schon während der Anreise Ausschnitte vortrug, war dabei immer wieder Thema der Gespräche. Das Gebäude, in dem sich das Gasthaus heute befindet, war früher das Bankhaus Heyne und wurde in den Jahren ab 1801 von einem Vetter des Großvaters von Heinrich Heine betrieben; Heine selbst besuchte das Haus mehrfach.

Dem Mittagessen folgte eine Führung durch einige der 250 Räume des Schlosses Bückeburg, das auch heute noch von der fürstlichen Familie zu Schaumburg-Lippe bewohnt wird. Besonders die noch reicher als die Stadtkirche ausgeschmückte Schlosskapelle und der große Festsaal beeindruckten hier die Havixbecker Gäste.

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Den Abschluss der Reise bildete ein Spaziergang zum am Rande des Schlossparks liegenden Mausoleum des Fürstenhauses mit der größten Goldmosaikkuppel Europas.


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Das gewaltige Gebäude mit seiner eigenen Parkanlage ist das größte private Mausoleum der Welt und immer noch die Grablege der fürstlichen Familie. Oliver Klissmann informierte die Besucher über die Entstehung des Gebäudes während des Ersten Weltkrieges und seine Geschichte, in der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges eine Panzergranate die Kuppel durchschlug. Reste der Granate waren in einer Wandnische im Eingangsbereich der Kuppelhalle zu sehen.
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