Das andere Dortmund

Die alte Reichs- und Hansestadt Dortmund war das Ziel einer Exkursion, zu der sich eine große Zahl von Mitgliedern und Freunden des Fördervereins Baumberger-Sandstein-Museum unter dem Thema „Unbekanntes Dortmund“ am vergangenen Donnerstag zusammengefunden hatten.

Das andere Dortmund


Im Stadtzentrum, am Platz der im Novemberpogrom zerstörten alten Synagoge wartete Stadtführerin Heike Regener auf die Gäste aus Havixbeck und führte sie zunächst in das neue Rathaus. In der von einer gläsernen Kuppel gekrönten Bürgerhalle gab sie einen Überblick über die Dortmunder Stadtgeschichte, deren steinerne Zeugen in einer Bombennacht des 2. Weltkrieges nahezu vollständig vernichtet wurden. Nach Das andere Dortmundeinem Besuch des in Größe und technischer Ausstattung beeindruckenden Ratssaales ging der Weg der Besucher zu den dicht nebeneinanderliegenden Kirchen St. Marien und St. Reinoldi. Hier waren es neben den großen Flügelaltären insbesondere die mittelalterlichen Sakramentshäuser aus Baumberger Sandstein, die das Interesse der Besucher fanden.

Über ein Stück des alten Westfälischen Hellweg, einer mittellalterlichen Wegverbindung zwischen Rhein und Elbe, die in der Breite einer Lanzenlänge von etwa drei Metern von Bewuchs freigehalten werden musste, spazierten die Havixbecker Besucher zur einzigen katholischen Innenstadtkirche Dortmunds, der Probsteikirche. Auf dem Weg und auch in der Kirche selbst wurde den Gästen das von Münster grundsätzlich abweichende Konzept beim Wiederaufbau nach dem Krieg eindrücklich vor Augen geführt. Unterstrichen wurde dies auch beim anschließenden Besuch in der Petrikirche, in der einerseits das Goldene Wunder von Westfalen zu finden ist, ein prächtiger Schnitzaltar mit drei Ansichten von 1521, in der andererseits ein mit Parkettboden ausgelegter Kirchenraum den Tangotanz mit dem Gottesdienst zusammenführt. Den Vormittag beendete ein Rundblick vom Dortmunder U auf die lebendige Stadt.

Mit Bus ging es dann zum Phoenixsee, einem künstlich angelegten See mit Wohn- und Naherholungsgebiet auf dem ehemaligen Stahlwerksareal Phoenix-Ost im Dortmunder Stadtteil Hörde. Auf einer Terrasse am Ufer des Sees stärkten sich die Teilnehmer der Fahrt für den weiteren Verlauf des Tages.

Das andere Dortmund

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Letzte Station der Tour war die Kirche St. Peter zu Syburg, eine der ältesten Kirchstellen in Westfalen. In dem gewaltigen Turmraum erläuterte Renate Breimann die Geschichte der Entstehung der Kirche bis zu ihrer Zerstörung im Bombenkrieg und ihren Wiederaufbau. Mit dem früheren Schlussstein des Altarraums knüpfte sie die Verbindung zum Havixbecker Sandsteinmuseum. Mit einem neuen Bild Dortmunds endete für die Teilnehmer ein ausgefüllter und fordernder Exkursionstag.







Weitere Bilder sind unter RÜCKBLICKE – FOTOGALERIE zu finden.

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