Sandstein-Treff im Rabertshof
 

Die spätmittelalterliche Wassermühle im Stevertal

Anfang April berichteten im Rahmen des „Sandstein-Treffs im Rabertshof“ Frau Elisabeth  Schulze Westerath und Sohn  Hubertus historisches und aktuelles von der malerisch im Stevertal gelegenen Wassermühle.
Diese Mühle wurde erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1599 und war zunächst ein spätmittelalterliches Wohngebäude mit vier Geschossebenen. Gebaut wurde sie mit Baumberger Sandstein auf einem hohen Bruchstein-Sockelgeschoss. Die alte Mühlentechnik im Erd- und im Obergeschoss – Turbinenebene/Ursprungsbau und Mahlgangebene - erfährt zur Zeit eine technische und denkmalgerechte Instandsetzung. Auch das früher bewohnte Obergeschoss wird restauriert und könnte dann in 2 bis 3 Jahren z. B. für Veranstaltungen u.a. genutzt werden. Dazu wird auch der Außenbereich der Mühlenanlage sowie der Zugang zum Obergeschoss neu gestaltet.
Familie Schulze Westerath  wird bei diesem kostenaufwendigen Vorhaben wesentlich begleitet vom Förderkreis Wassermühle Schulze Westerath e.V.  Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Land NRW und andere Institutionen sowie private Sponsoren haben zu dem heutigen Fortschritt bei der Restaurierung der historischen Mühlenanlage beigetragen.

Wassermühle im Stevertal
Die mittelalterliche Wassermühle vor Beginn der Restaurierung

 

Der etwas "andere“ Baumberger Sandstein !

Ein Wappentier in der Giebelwand  eines Hofgebäudes, ein Blütenornament in einer Mauer, eine massive Sitzgruppe gehören zu den originellen und schönen ″Liebenswürdigkeiten″ aus Baumberger Sandstein, dem ″ Gold der Baumberge ″ , die bei Spaziergängen durch die Münsterländer Baumberge am Wegesrand wie auch auf  manchem alten Bauernhof auf der Höhe der Baumberge zu entdecken sind.  Es müssen also nicht immer Kirchen und Kapellen, Wasserschlösser oder Steinkreuze sein, bei denen der Baumberger Sandstein schon von weitem sichtbar ist.

 

Darauf und auf zahlreiche weitere, bemerkenswerte Verwendungsbeispiele des heimischen Natursteins machten Frau Ulla Homfeld und Frau Gertrude Wessels in ihrem Bildervortrag "Das Gold der Baumberge liegt am Wegesrand – man muss es nur sehen″ aufmerksam. Es ist den Landwirten und Anwohnern dieser Region sehr zu danken, dass sie den beiden
"Forscherinnen“ ihre Kleinode aus Sandstein bereitwillig gezeigt und auch zur jeweiligen Geschichte der Objekte viel Wissenswertes beigetragen haben.
Über 70 Besucherinnen und Besucher des 6. ″Sandstein-Treffs im Rabertshof “ genossen im neu geschaffenen Konferenzraum auf Haus Havixbeck offensichtlich die schönen Bilder und deren passende Verknüpfung mit Rezitationen  von Annette von Droste Hülshoff, Theodor Fontane wie auch mit plattdeutsche Weisheiten aus der Region. Viel Beifall gab es für diesen gelungenen Spätnachmittag im November dieses Jahres. Es ist vorgesehen, diesen Bildervortrag im kommenden Jahr in dieser oder veränderten Form zu einer abendlichen Zeit zu wiederholen, um auch Berufstätigen einen Besuch dieser schönen Bildpräsentation zu ermöglichen.

Fotos: Gertrude Wessels (Billerbeck)

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