Die Restaurierung neugotischen Altäre

Trotz widriger Witterung fanden sich Anfang Februar 2010 über 25 Interessierte im Sandsteinmuseum ein, um der  Restauratorin Marita Schlüter in ihrem reichhaltigen Bildervortrag über die Restaurierung und Konservierung neugotischer Altäre an den Beispielen Ludgerus-Dom Billerbeck, St. Johannes Altenberge und Stift Tilbeck zu folgen.

Die Neugotik entstand Mitte des 19. Jahrhunderts als Rückgriff auf mittelalterliche , vorreformatorische Glaubensdarstellungen vor allem im katholischen Rheinland. Neugotische Kirchenbauten mit meist üppigen Ausstattungen (Altäre. Figuren, Kanzeln. Glasfenster), aber auch Profanbauten sind sichtbare Zeichen dieser Stilepoche. Um die Schaffung von neugotischen Altären hatten sich besonders die Firma Langermann aus Goch, aber auch die Wiedenbrücker Schule verdient gemacht.

Wie aufwändig und zeitraubend Restaurierungsarbeiten und Konservierungen der Altäre sind, konnte Frau Schlüter an Hand vieler Beispiele deutlich machen. Dabei geht es zunächst um die Erhaltung des Kunstwerks und eine Verbesserung des Erscheinungsbildes. Viele Einzelschritte sind hierfür erforderlich, von der sorgfältigen Reinigung des Objekts bis zur Wiedersichtbarmachung des Originals. Eine nachfolgende Konservierung dient der Substanzerhaltung und der Nachhaltigkeit , um auf längere Zeit die Schönheit dieser neugotischen Werke genießen zu können.

Es ist zu hoffen, dass die Neugotik nach einer „Abwertung“ in der Mitte des 20. Jahrhunderts wieder eine breite Zustimmung erfährt. Daran sind hoch qualifizierte Restauratoren wie Frau Schlüter entscheidend beteiligt. Der Vortrag erhielt viel Beifall.

 

Bild: Neugotischer Hochaltar im Ludgerus- Dom Billerbeck

Seitenanfang
FÖRDERVEREIN BAUMBERGER-SANDSTEIN-MUSEUM | POSTFACH 1114 | 48329 HAVIXBECK | TEL 02507 7186 | FOERDERVEREIN@SANDSTEINMUSEUM.DE
.